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Andreas Hecht [Druckversion] 

Der Newman Motor-Generator

John Newmans Motor-Generator ist eines der umstrittensten Geräte der letzten Jahre. Der Aufbau, der einer normalen Gleichstrommaschine ähnelt, soll jedoch durch seine besondere Kommutierung eben dieser überlegen sein.

Grundlegender Aufbau
Newmans Theorie
Technische Einzelheiten
Weitere Untersuchungen
Quellenangaben
[Titelbild]

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Grundlegender Aufbau

Bild 1: Aufbau (Skizze) Die Newman-Maschine, erfunden von Joseph Newman, ist, seit sie 1981 bekannt wurde, ein Streitobjekt hinsichtlich des Anspruches, zu leisten, was Joseph Newman behauptet: Nämlich mehr Energie abzugeben, als ihr per Spannungsquelle zugeführt wird. Laut ihrem Erfinder nutzt sie folgenden Effekt aus: Die Formel für die magnetische Feldstärke

H = N * I / L

zeigt, daß bei gleichbleibender Spannung und Stromstärke das Magnetfeld einer Spule linear mit der Windungszahl wächst. Daraus folgt, daß, wenn man die Stromstärke senkt und dafür die Windungszahl erhöht (N*I = konstant), man ein konstantes Magnetfeld bei abnehmender Erregerleistung erhält. Die Kraftwirkung auf einen im Feld plazierten Permanentmagneten wäre also trotz sinkender Eingangsleistung ebenfalls konstant. Um die potentielle Energie des Magnetfeldes nutzbar zu machen, benötigt man nun lediglich einen Gleichstrommotoraufbau mit permanentmagnetischem Rotor und Kommutierung, der konstruktiv entsprechend gestaltet ist. Bis hierhin ist an der ganzen Sache nichts Ungewöhnliches, von einer Freienergiemaschine kann keine Rede sein, denn es gibt die Gegen-EMK, die dafür sorgt, daß sich die entnommene Leistung auf die Energiequelle auswirkt. Dieses Hindernis versucht Newman zu umgehen, indem er die Erregerspannung (zusätzlich zur Kommutierung) pulst. Parallel zur Motorwicklung liegt außerdem eine Gasentladungslampe (Leuchtstoffröhre), die die Aufgabe hat, die beim Umschalten der Stromrichtung entstehenden hohen Gegeninduktionsspannungen abzuleiten und so die Kommutatorkontakte zu schützen. Die gesamte Schaltung bildet außerdem einen Parallelschwingkreis: Motorwicklung/Wicklungskapazität+Kapazität der Gasentladungslampe. Auf diese Weise entsteht beim Schaltvorgang des Kommutators und beim Pulsen der Erregerspannung zusätzlich zu der hohen Gegeninduktionsspannung auch ein beträchtlicher Hochfrequenzanteil, der u.a. für den "over-unity"-Effekt verantwortlich sein soll.
    Um Newman's Gedankengang nachzuvollziehen, ist es nötig ein paar Worte zu

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Newmans Theorie

zu sagen.
    Die Ursache der in seinem Aufbau produzierten überschüssigen Energie sieht Joseph Newman in der Wirkung kleiner, von ihm postulierter "gyroskopischer" Teilchen. Seiner Theorie nach stellen diese Teilchen das Magnetfeld um einen elektrischen Leiter dar. Diese Teilchen, die bisher nicht nachgewiesen wurden, werden von der angelegten Spannung aus dem Leiter herausgetrieben und dann als Magnetfeld wahrgenommen.
    Wird der Strom im Leiter unterbrochen (deshalb die gepulste Erregerspannung!), fallen die Teilchen in den Leiter zurück, wobei es zu Kollisionen zwischen ihnen kommt. Bei diesen Kollisionen werden die Teilchen zu 100% (ihrer Masse) in Energie umgesetzt. Diese Energie äußert sich dann als Überschuß.

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Ein paar technische Einzelheiten...

Der konstruktive Aufbau der ersten Newman-Maschine bestand aus einer 4.500 kg schweren Spule von etwa 120 cm Innendurchmesser, die aus aus 5 mm starkem Cu-Draht gewickelt war. Der in dieser Spule rotierende Magnet bestand aus Lautsprecher-Magneten, die zu 6 Säulen zusammengesetzt waren und zusammen von der Feldcharakteristik her einen Stabmagneten ergaben. Das Gesamtgewicht des Rotors betrug etwa 350 kg. Der Kommutator war auf der Achse des Rotors montiert, parallel zu den Rotoranschlüssen waren mehrere Leuchtstofflampen in Serie geschalten, die dem Schutz des Rotors und des Kommutators vor den hohen Gegeninduktionsspannungen dienen (Gesamtbrennspannung lag über der Betriebsspannung). Der Motor wurde aus in Reihe geschaltenen 6 V-Kohle-Zink-Elementen gespeist, deren Gesamtspannung ca. 590 V betrug. Bei dieser Spannung und einer Rotordrehzahl von ca. 200 min-1 floß ein Strom von ca. 10 mA. Einen optischen Eindruck von Newmans 1. Aufbau vermittelt dieses Bild  [¤] (10k, auf Stefan Hartmanns Overunity-Page)
    Im Betrieb sollen durch die Schaltvorgänge des Kommutators Gleichstromimpulse von bis zu 8 A und einer Dauer von bis zu 60 ms aufgetreten sein, die in die Batterie zurückflossen, wobei sich dabei sogar die Batteriespannung mit der Zeit erhöht haben soll. (Ein Vergleich der Integrale von Betriebsspannung und induktivem Impuls über die Zeit ergab hier schon Überschußenergie - vorausgesetzt, die von Newman angegebenen Werte sind korrekt.)
    Ein weiteres Phänomen, das an der Newmanschen Maschine auftreten soll, ist die Beschleunigung des Rotors, was Newman mit dem schlagartigen Zusammenbrechen des Magnetfeldes durch die gepulste Betriebsspannung erklärt. Dadurch soll sich auch die entnehmbare mechanischen Leistung erhöht haben.

Newmans südafrikanisches Patent enthält eine Erweiterung des Konzeptes, die als Multi Field Coil Concept bezeichnet wird und bei dem zusätzliche Induktionsspulen mit in den Aufbau einbezogen werden. Auf diese Weise entsteht ein Generator, der bei Belastung auf die Primär- (Motor-) Wicklung zurückwirkt und in ihr einen stärkeren Stromfluß verursacht. Das wiederum soll zu einer höheren mechanischen Leistung des Motor-Teils führen.

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Weitere Untersuchungen

Der Newman Motor/Generator ist mehrfach nachgebaut wurden, Stefan Hartmann hat 3 Modelle aufgebaut, getestet und eine ausführliche Studienarbeit [4] dazu geschrieben, die mitsamt den Meßprotokollen und Zeichnungen auf www.overunity.de  [¤] eingesehen werden kann.

Stefan Marinov, der seinen Nachbau in [1] beschreibt, kommt zu dem Schluß:

"Ich beobachtete keine Verletzung des Energieerhaltungssatzes, weil die Eingabe immer etwas größer war als die totale Abgabe, mit der Zurechnung der ganzen als Wärme zerstreuten Energie in die Abgabe."

Mit dieser Sichtweise steht er nicht allein, auch andere Forscher aus dem Free-Energy-Bereich haben ihre Zweifel an der Newman'schen Maschine.

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Quellenangaben

  1. Marinov, Stefan: Der Newman-Konverter ist ein Mythos.
    in: Raum&Zeit, Ausg. 31/87, S. 77ff
  2. D.A. Kelly: The Manual of Free Energy Devices and Systems.
    1986, ISBN 0-932298-59-5
  3. Newman, Joseph: The Energy Machine of Joseph Newman  [¤]
    (original: http://www.angelfire.com/pg0/Newman/index.html)
  4. Hartmann, Stefan: The Newman Page [¤]
    (www.overunity.de/newman.htm)
  5. diverse Usenet-Artikel und KeelyNet-Files
    verfügbar als lokales ZIP-Archiv (56k)
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seit 03.08.1996
    Letzte Änderung: 21.09.2000